Häufig gestellte Fragen

Bitte beachten Sie: Die Antworten wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt und erfahren ein regelmässiges Update. Einzelne Fehler können wir aber nicht grundsätzlich ausschliessen. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie uns bitte: wolfgang.rother@philos.uzh.ch 

 

Neuorganisation der Stände 

Welche Stände wird es in Zukunft an der UZH geben?

Es wird vier Stände geben: Studierende, wissenschaftlicher Nachwuchs, fortgeschrittene Forschende und Lehrende, administratives und technisches Personal.

 

Wann wird die Umstellung in die neuen Stände erfolgen?

Das hängt vom Inkrafttreten des teilrevidierten Universitätsgesetzes ab, das sich zurzeit in der Beschlussfassung im Kantonsrat befindet. Der ursprünglich vorausgesagte Termin vom 1. August 2019 wird eventuell nach hinten verschoben, möglicherweise bis 2020.

 

In welchen Stand kommen Habilitierte in Zukunft?

Habilitierte (PDs und TPs) mit einer öffentlich-rechtlichen Anstellung oder einer privatrechtlichen Lehranstellung an der UZH werden in den Stand der fortgeschrittenen Forschenden und Lehrenden eingeordnet. Den Stand der Privatdozierenden wird es in Zukunft nicht mehr geben. 

 

Wer teilt in die neuen Stände ein?

Die Einteilung erfolgt standardisiert durch die UZH aufgrund der Personaldatenbank und anhand von Anstellungs- und Qualifikationsmerkmalen. Die Mitteilung über die Einteilung erfolgt erst, wenn das teilrevidierte Universitätsgesetz in Kraft tritt.

 

Was mache ich, wenn ich in den falschen Stand eingeordnet worden bin?

Wenn Sie den Eindruck haben, falsch eingeordnet worden zu sein, besteht die Möglichkeit, eine neue Einordnung zu beantragen. Das Prozedere dafür werden wir rechtzeitig bekanntgeben. 

 

Was passiert mit der PD-Vereinigung (PDV) nach der Neuorganisation der Stände?

Die PDV wird in absehbarer Zukunft weiter bestehen bleiben und nimmt gerne weiterhin Mitglieder auf. Sie wird sich auch in Zukunft im neuen Stand für Anliegen der Habilitierten der UZH engagieren.

 

Ich möchte mich im neuen Stand der fortgeschrittenen Forschenden und Lehrenden engagieren. Wohin kann ich mich wenden?

Die Vorbereitung der Organisation des neuen Standes obliegt der PDV. Zurzeit können Sie sich an das Präsidium oder die Geschäftsführung der PDV wenden, nach Gründung der neuen Standesorganisation an deren Präsidium oder Geschäftsführung.

 

Habilitation

Welche Rechte gehen in Zukunft mit der Habilitation einher?

Grundsätzlich hat die Habilitation an der UZH auch weiterhin keine personalrechtlichen und akademischen Konsequenzen. Gemäss dem teilrevidierten Universitätsgesetz (noch nicht in Kraft) und der geltenden Universitätsordnung ist die mit der Habilitation verliehene Venia Legendi zwar nicht mit einem Anspruch auf Lehre innerhalb von Studienprogrammen verbunden, doch sollen Habilitierte bei der Zuteilung von Lehre angemessen berücksichtigt werden.

 

Wie lange darf ich den PD-Titel tragen? 

Der PD-Titel und die Venia Legendi werden gemäss geltender Universitätsordnung auf Dauer, das heisst auf Lebenszeit verliehen. Dies wird bereits umgesetzt. Eine Lehrpflicht existiert nicht mehr, und es erfolgt – im Unterschied zu früher – auch keine periodische Überprüfung der Lehr- und Forschungsleistung mehr. 

 

Titularprofessur

Wird es die Titularprofessur auch in Zukunft noch geben?

Ja, sie ist im teilrevidierten Universitätsgesetz und in der geltenden Universitätsordnung verankert. 

 

Gibt es mit dem teilrevidierten Universitätsgesetz wesentliche Änderungen zur Titularprofessur?

Neu können auch wissenschaftlich ausgewiesene Nichthabilitierte zur Titularprofessorin oder zum Titularprofessor ernannt werden. Dies ist bereits gemäss geltender Universitätsordnung möglich.

 

Kommen die Habilitierten auch in Zukunft für eine Titularprofessur in Betracht?

Ja.

 

Was sind die Voraussetzungen für eine Titularprofessur?

Bis zum Inkrafttreten der in Teilrevision befindlichen Universitätsordnung und der universitären Rahmenverordnung über die Titularprofessur gelten die bisherigen Voraussetzungen und fakultären Bestimmungen. In der Rahmenverordnung werden die Grundsätze zur Ernennung in allgemeiner Form definiert. Praktisch massgebend werden die neuen fakultären Verordnungen sein, die zurzeit ausgearbeitet werden. Sie werden sich an der Rahmenverordnung orientieren und können sich in einzelnen Bestimmungen voneinander unterscheiden.

 

Wie lange gilt der Titel bei einer Titularprofessur?

Der Titel wird – wie zuvor auch – für sechs Jahre verliehen mit der Möglichkeit mehrmaliger Verlängerung. Für die Verlängerung ist jeweils ein neuer Antrag der Fakultät an die Erweiterte Universitätsleitung nötig. 

 

Was sind die Voraussetzungen für die Verlängerung der Titularprofessur? 

Bis zum Inkrafttreten der Rahmenverordnung über die Titularprofessur gelten die bisherigen Verordnungen und Reglemente der Fakultäten. Danach regeln fakultäre Verordnungen die Einzelheiten. Voraussetzungen für die Verlängerung werden sein, dass das Fachgebiet weiterhin durch besondere Leistungen gefördert wurde und die Verlängerung auch im Interesse der Universität liegt.

 

Darf ich den TP-Titel nach der Pensionierung weiterführen?

Ja, Titularprofessor*innen, die das gesetzliche AHV- Rücktrittsalter erreichen, haben das Recht, ihren Titel weiterzuführen. 

 

Welche Rechte sind mit einer Titularprofessur verbunden, welche nicht?

Die Titularprofessur berechtigt zum Führen des Titels «Professor*in» (Prof.). Personalrechtlich zählen Titularprofessor*innen aber nicht zur Professorenschaft. Dies wird auch mit dem teilrevidierten Universitätsgesetz so bleiben. Die Ernennung ist grundsätzlich weder lohnwirksam noch mit den akademischen Rechten einer Professur verbunden, wobei in einigen Fakultäten davon abgewichen wird – beispielsweise bezüglich des Promotionsrechts. Titularprofessor*innen haben kein Recht auf Anstellung oder auf Lehre im Rahmen von Studienprogrammen an der UZH.

 

Lehre

Gibt es eine Lehrpflicht für Habilitierte?

Nein, diese wurde bereits mit Inkrafttreten der geänderten Universitätsordnung zum 1. August 2018 aufgehoben. Aber bitte beachten Sie: Einige Fakultäten setzen auch in Zukunft regelmässige Lehrtätigkeit für die Qualifikation für eine Titularprofessur voraus.

 

Gibt es ein Recht auf Lehre für Habilitierte?

Habilitierte haben kein Recht auf Lehre innerhalb von Studienprogrammen. Allerdings werden Habilitierte gemäss Universitätsordnung bei der Zuteilung von Lehrveranstaltungen im Rahmen von Studienprogrammen angemessen berücksichtigt. In jedem Fall können Habilitierte Lehrveranstaltungen ausserhalb von Studienprogrammen durchführen, allerdings nur bis zum 65. Lebensjahr und auch nur dann, wenn die Lehrveranstaltung von einer Mindestanzahl von immatrikulierten Studierenden gebucht wird. Diese wird von der jeweiligen Fakultät festgelegt.

 

Was bedeutet «Lehre ausserhalb von Studienprogrammen»?

Es handelt sich um Lehrveranstaltungen, für deren Besuch die Studierenden ECTS-Punkte erhalten, die aber nicht für einen Studienabschluss an der UZH angerechnet werden. Diese Veranstaltungen werden im Vorlesungsverzeichnis aufgeführt, und die Universität stellt hierfür die Räume zur Verfügung.

 

Gibt es für Habilitierte ein Recht auf Bezahlung der Lehre?

Die Durchführung von Lehrveranstaltungen im Rahmen von Studienprogrammen wird grundsätzlich entschädigt, entweder als Teil des Lohns bei einer UZH-Anstellung oder als Lohn für eine privatrechtliche Lehranstellung von externen Habilitierten. Lehre ausserhalb von Studienprogrammen wird nicht entschädigt. Habilitierte können allerdings während einer Übergangszeit (drei Jahre ab Inkrafttreten der teilrevidierten Universitätsordnung, das heisst noch bis 31. Juli 2020) eine PD-Entschädigung für Lehre ausserhalb von Studienprogrammen beantragen, sofern die Habilitation vor dem 1. August 2018 erfolgt ist und sie die Altersgrenze noch nicht erreicht haben.

 

Kann ich auch nach Erreichen der Pensionsgrenze noch lehren?

Ja, aber nur auf Beschluss der zuständigen Fakultät und nur im Rahmen befristeter Lehranstellungen. Dies gilt in gleicher Weise für Lehrveranstaltungen ausserhalb von Studienprogrammen: Jenseits der Altersgrenze bedarf es einer ausdrücklichen Ausnahmeregelung der zuständigen Fakultät.

 

Wann und durch wen erfolgen die Mitteilungen über die Lehrpensen bei externen Lehrangestellten?

Inhalt und Umfang der Lehrpensen werden frühzeitig im Rahmen der Lehrplanung von den verantwortlichen Organisationseinheiten mit den Lehrangestellten abgesprochen und vereinbart.

Offiziell wird das Lehrpensum schriftlich durch die Abteilung Personal mitgeteilt, nach Möglichkeit spätestens drei Monate vor Semesterbeginn. Erst mit dieser Lehrpensumsmitteilung, die von der Lehrperson gegenzuzeichnen ist, wird Arbeitsverhältnis für das betreffende Semester aktualisiert.

 

Kann ich die mitgeteilten Lehrpensen auch ablehnen?

Ja.

 

Kann die Abrechnung der externen Lehranstellungen auch monatlich erfolgen?

Ja, die Lehrentschädigungen können monatlich ausgerichtet werden. Wenn Sie von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wollen, müssen Sie bei der Personalabteilung einen entsprechenden formlosen Antrag stellen. Bitte beachten Sie: Falls die Veranstaltung nicht stattfindet oder der Lehrumfang sich ändert, können ausbezahlte Entschädigungen zurückgefordert werden.

 

Bin ich als externe Lehrperson auch gegen Nichtberufsunfälle versichert?

Gemäss Bundesgesetz über die Unfallversicherung und den einschlägigen Ausführungsbestimmungen sind Arbeitnehmende, deren wöchentliche Arbeitszeit bei einem Arbeitgeber nicht mindestens acht Stunden beträgt, nur gegen Berufsunfälle und Berufskrankheiten, nicht aber gegen Nichtberufsunfälle versichert. Zwei Semesterwochenstunden entsprechen einem Anstellungsgrad von 15%. Das liegt unter dem gesetzlichen Minimum. Wir empfehlen den betroffenen Lehrpersonen daher, eine private Nichtberufsunfallversicherung abzuschliessen.

 

Wo liegt die Schwelle für den Eintritt in die Pensionskasse BVK?

Die Schwelle zur Aufnahme in die BVK liegt derzeit bei einem Jahreseinkommen von CHF 21'330.

 

Rechtsgrundlagen

Die wichtigsten universitären Erlasse finden Sie hier:

Wichtigste Erlasse

Universitätsordnung der Universität Zürich

UniO

Universitätsgesetz (in Revision) – das derzeit gültige UniG finden Sie hier:

UniG

Reglement über die Lehranstellungen von externen Lehrpersonen an der Universität Zürich

Reglement Lehranstellungen

Bundesgesetz über die Unfallversicherung 

UVG

Wegleitung zur Unfallversicherung für das Personal des Kantons Zürich 

Unfallversicherung ZH